Zur Überwindung von Inhalt und Form

Im Folgenden soll die gängige Praxis innerhalb der Gestaltung, den Entwurf vor allem in den Kategorien von Inhalt und Form zu reflektieren, einer Kritik unterzogen werden. Anstelle von Inhalt und Form soll ein Denken skizziert werden, das Gestaltung auf eine andere Weise strukturiert, die hier in einem ersten Vorschlag auf den Begriffen „Ausdruck“ und „Intention“ fussen soll. Sobald sich die Reflexion über Zeichen im Allgemeinen in den Kategorien Signifikant und Signifikat, also Zeichen und Zeicheninhalt verfängt, und damit einhergehend die Reflexion über Gestaltung im Konkreten in Inhalt und Form geschieht, sind entscheidende, aber doch weit verbreitete, Fehlschlüs­se über Kommunikation die Folge. Meine Kritik soll mit einem kurzen … [Download]

Introduction to Visualizing Utopia

We live in a labour society in which people believe in the promise of being able to secure their livelihood, prosperity, and high quality of life through work. From the economical point of view, however, a lot of work like housework, care work, educational work, etc. is, as such, not even recognized as proper work. Instead, people who do this kind of work might still be considered to be out-of-work and are often presented as a threat to the economy. But even if we look at actual wage workers, we shall find that they are doing their jobs under increasingly precarious conditions. Due to the flexibilization of working hours, fixed-term contracts, internships, pseudo self-employment, low salary, and other forms of precarization, securing … [Download]

Das Rastersystem

Unter einem Raster versteht man eine Gitter- oder Netzstruktur, welche sich als regelmässige Anordnung von Linien definieren lässt. Der Raster mit seinen meist orthogonalen Gitterlinien wird oftmals als technisch kühl beziehungsweise als dogmatisch beschrieben. Er scheint durch eine strenge Präzision charakterisiert zu sein, der scheinbar keinen Raum für kreative Ausdrücke bietet. Die Kunsthistorikerin und -kritikerin Rosalind Krauss beschreibt den Raster als etwas, das aufgrund seiner nicht-darstellenden und nicht-narrativen Eigenschaften keinerlei Referenz zur Welt aufweist. So behauptet sie, dass Rastersysteme anti-natürlich, anti-mimetisch und anti-real sind. … [Download]

Gestaltung als Streit

Dieser Text ist eine leicht modifizierte Version von David Gobbers Abschlussarbeit an der Universität der Künste Berlin. Die Thesis versteht sich als eine Untersuchung von Streit als produktives Gestaltungsprinzip. Diskutiert werden dafür Georg Simmels Typologie des Streits, die dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seiner Konflikt-Soziologie entwirft sowie die Betrachtung von Politik und Kunst als besondere Formen des Streitens in der Philosophie Jacques Rancières. Design wird im Anschluss daran als ästhetischer Streit aufgefasst, was anhand von Arbeiten von Peter Behrens und Wolfgang Weingart ausgeführt wird. [Download]

Vom «Napalm-Mädchen» und Visual Framing

«Visual Framing» hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Forschungsfeld der Visuellen Kommunikationsforschung entwickelt. Während sich die Forschung um «Framing» auf der sprachlichen Ebene im weit fortgeschrittenen Stadium befindet, besteht bei «Visual Framing» noch grosses Potenzial zur Weiterentwicklung sowohl in der empirischen wie auch in der theoretisch fundierten Analyse. «Visual Framing» gilt allerdings nicht als Gegenpol zum sprachbasierten Framing, sondern als spezifische Dimension dieses Framing-Konzeptes. Dementsprechend lässt es sich an den bisherigen Forschungsstand von Framing anknüpfen und, angelehnt an die oft zitierte Definition von Robert Entman aus dem Jahr 1993, wie folgt definieren: «Visuelles Framing ist … [Download]
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